Sorgen in der Pandemie – eine Ethics of Care-Perspektive auf Gesundheitssicherheit
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Femina politica : Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft
Volume
32
Issue
1
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24–37
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In der Pandemie hat die (Un-)Sichtbarkeit und Fragilität von Fürsorgearbeit erneut sowohl an Relevanz als auch an Prekarität gewonnen. Zugleich macht die Pandemie lokale und globale Vulnerabilitäten sichtbar(er). Dies erfordert eine Perspektive auf Gesundheitssicherheit, die sowohl marginalisierte und hierarchisierte Sorge-Strukturen greifbar macht als auch die Wandelbarkeit der Bedarfe von Personen im Krisenkontext erfassen kann. Aus diesem Grund widmet sich dieser Artikel der Frage: Wie kann eine feministische care-ethische Perspektive unser Verständnis von Gesundheitssicherheit verändern? Diese Fragestellung untersuchen wir zunächst auf einer theoretisch-konzeptionellen Ebene aber auch hinsichtlich ihres normativen Potenzials. Hierbei betrachten wir den gesellschaftlichen Umgang und die Unsichtbarkeit von häufig prekären, randständigen und feminisierten Formen von Sorgearbeit aus einer kritischen feministischen Sicherheitsperspektive. Wir kritisieren, dass bestehende Sicherheitsverständnisse im Krisen- und Katastrophenfall ein selbsthilfefähiges Individuum voraussetzen, welches in starkem Kontrast zur Lebensrealität vieler Menschen in Care-Beziehungen steht. Wir führen diese Unsichtbarkeit, und damit die strukturelle Marginalisierung von Care-Beziehungen im Fall der Coronapandemie unter anderem darauf zurück, dass herkömmliche Perspektiven auf Gesundheitssicherheit nicht auf Fragen des Zusammenhangs von Care und sozialer Ordnungen eingehen.
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ger
