Discover gender studies
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Recent Submissions
Open Access Buch
Geschlechterdifferenzierung in der Kindertageseinrichtung. Eine qualitativ-rekonstruktive Studie
(Barbara Budrich, 2016) Kubandt, Melanie; Budde, Jürgen
Wie sollen pädagogische Fachkräfte in Kitas mit dem Thema Geschlecht umgehen? Vor der Folie von frühpädagogischen Geschlechterdebatten bietet diese Studie einen empirischen Einblick in Geschlechterkonstruktionen von Kindern, Fachkräften und Eltern im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Des Weiteren werden theoretische und empirische Leerstellen einer frühpädagogischen Debatte um Geschlecht aufgezeigt, die entstehen, wenn diese lediglich vor der Folie von Geschlechtergerechtigkeit mit dem Ziel der Verbesserung von Chancengleichheit geführt wird.
Open Access Zeitschriftenartikel
Whiteness Should Be Introduced to Postcolonial Critiques of FSTS
(2027) Kessé, Emily Ngubia
Subramaniam et al. (2016) exhorts postcolonial critiques of feminist STS to include Indigenous and decolonial knowledges from Latin America. I suggest that these intersecting contributions should also theorize whiteness as an important and overarching power structure. Whiteness historically contributed to and contemporarily still contributes to the shaping of our understanding of gender, sexuality, disability, class inequality and race relations, but has also structured and informed colonial conquests and empires. This also applies to the hierarchies of knowledge established within the academy, where, for example, contributions from Indigenous communities remain irrelevant and ignored. My article, using broad strokes of the brush, hopes to briefly establish the importance of considering whiteness in postcolonial analysis as it; 1) has globally structured socioeconomic and political relations by race, 2) was established through colonial violence, 3) necessitated the social construction of whites as a racial category, and 4) procured societal protections by law, enabling its op-erations to become entrenched in the norms of contemporary (postcolonial) society.
Open Access Zeitschriftenartikel
Don’t Look at Us, Look with Us! A Discussion about Multisituated Perceptions on Surrogacy
(2026) Schuh, Daniela
This paper asks if ethnographic inquiries about surrogacy, the practice in which a woman carries a child for someone else, can be feminist and decolonial in their ethos? It asks this question in the light of the vexed histories of ethnography as a discipline that seeks to know the ‘Other’ and discusses research strategies that ethnographers who study surrogacy developed to overcome ethnography’s colonial and masculinist historical inheritances. In doing so, the paper examines the concept of multisituated ethnography introduced by Kaushik Sunder Rajan. It discusses selected ethnographic studies about surrogacy that chart ways toward a feminist and decolonial ethos. The paper aims to locate different strategies of knowing and representing surrogacy that maintain the Other’s subjectivity and train the imagination to envisage the possibility of acting collectively with the Other.
Open Access Zeitschriftenartikel
Im Netzwerk von Mission und Naturwissenschaft. Die Geistergeschichte von Mqhayi, die Herrnhuter Brüdergemeine und die Meckelschen Sammlungen in Halle (Saale)
(2024) Ruhland, Thomas; Dornick, Sahra
In der Provenienzforschung bildet die christliche Mission des 18. und 19. Jahrhunderts eine Forschungslücke. Bei der Repatriierung von human remains aus kolonialen Kontexten gerät die Sammlungstätigkeit christlicher Missionar*innen kaum in den Blick. Sahra Dornick und Thomas Ruhland untersuchen die bisher unbekannte systematische Sammlung von human remains im Rahmen der Mission der Herrnhuter Brüdergemeine aus Perspektive Feministischer und Postkolonialer Natur- und Technikforschung. Anknüpfend an Donna Haraways Methodologie des Fadenspiels wird Mqhayis Ghost Story auf Grundlage historischer und gegenwärtiger Sammlungen und umfangreichem Quellenmaterial rekonstruiert. Sahra Dornick und Thomas Ruhland verfolgen die fragmentierte Geschichte von human remains im Kontext missionarischen Sammelns der Herrnhuter Brüdergemeine, deren Verbindungen zu Hermann Welcker und den Meckelschen Sammlungen in Halle sowie zu Karl Ernst von Baer. Erstmals werden die systematische Zusammenarbeit mit Anthropologen und die koloniale und epistemische Gewalt im Kontext christlicher Mission bei der Erwerbung und dem Umgang von human remains als Forschungsobjekten dargelegt.
Open Access Zeitschriftenartikel
Die zerstreute Genese der Antimonialien: (Post)koloniale Verwicklungen der ‚vernachlässigten Tropenkrankheiten‘ und ihrer Therapie am Beispiel der Kala-Azar und der Schistosomiasis
(2025) Merdes, Dominik
Die ‚vernachlässigten Tropenkrankheiten‘ werden oft als eine postkoloniale Bürde des globalen Nordens wahrgenommen. Dem Krankheitskonstrukt ist die Problematik eingeschrieben, dass Hilfe zuerst von einer Medizin erwartet wird, die viele dieser Krankheiten im Zuge des Kolonialismus auf eine bestimmte Art und Weise definiert hat. Die eurozentrische Perspektive kommt bereits im Namen der ‚vernachlässigten Tropenkrankheiten‘ zum Ausdruck. Mit der Kala-Azar und der Schistosomiasis widmet sich dieser Artikel der Geschichte der Therapie zweier Infektionskrankheiten, die heute den ‚vernachlässigten Tropenkrankheiten‘ zugerechnet werden. Seit der zweiten Hälfte der 1910er Jahre wurden beide mit Antimonverbindungen behandelt, die zu den frühen Produkten der um Paul Ehrlich entstandenen Chemotherapie zur Behandlung von Infektionskrankheiten zählen. Aus einer postkolonialen Perspektive werden die Produktionsprozesse in den Blick genommen, um die Anteile an chemotherapeutischen Heldengeschichten neu zu verteilen.
