Körper in Kontakt. Beziehungsweisen der Berührung in Paul Mpagi Sepuyas Fotoreihe „Darkroom Mirror“


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Der Beitrag untersucht das Motiv der Berührung als zentrale sensorische Qualität in Fotodoppelporträts des US-amerikanischen Künstlers Paul Mpagi Sepuya. Die fortlaufende Reihe „Darkroom Mirror“ fordert Modelle der Subjektkonstitution und zirkuläre Logiken des Er-/Verkennens von vermeintlich Gleichem und Anderen heraus, die machtvoll in den Registern von Geschlechtlichkeit und Rassifizierung wirksam sind. Als durchaus erotische Spiegel-Bilder des Tastens und Fühlens lenken sie die Aufmerksamkeit vom Verweischarakter visueller Repräsentation mit differenz- und besitzlogisch begründeten Identitätskonzepten hin zu taktilen Qualitäten der Wahrnehmung. Indem sie die materiellen, historischen und ästhetischen Bedingungen des Fotografischen aufrufen und mit den affektiven Qualitäten des Porträtierens überblenden, entwerfen die Werke vor dem Hintergrund queer-feministisch informierter Alteritätskonzepte bildimmanente Anerkennungsfiguren, in denen sich sowohl Angewiesenheit aufeinander als auch Verantwortung füreinander denken lassen.

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