Discover gender studies
GenderOpen offers full-text Open Access to publications in gender studies, fostering their long-term archiving, visibility, and global sharing.
Recent Submissions
Open Access Sammelbandbeitrag
Unsichtbares sichtbar machen?
(Universitätsverlag Kiel | Kiel University Publishing, 2024) Lienau, Anna; Rein, Franziska; Wilkening, Jan-Christian; Rein, Franziska; Lienau, Anna; Wilkening, Jan-Christian
Der Aufsatz beleuchtet das Konzept der Intersektionalität aus historischer, methodischer sowie bildungsspezifischer Perspektive. Zunächst werden die theoretischen Wurzeln des Begriffs untersucht, die unter anderem auf die Black-Feminism-Bewegung in den USA der 1970er Jahre zurückgehen. Anschließend wird auf die Rolle von Kimberlé W. Crenshaw bei der begrifflichen Etablierung von Intersektionalität eingegangen. Im darauffolgenden Kapitel werden zentrale forschungsrelevante Debatten rund um das Konzept thematisiert, wobei sowohl das noch nicht vollständig ausgeschöpfte Potenzial als auch theoretische und methodische Grenzen diskutiert werden. Im Kontext schulischer Bildungsprozesse werden einerseits mögliche intersektionale Zugänge für die Schule diskutiert und andererseits praktische Umsetzungsmöglichkeiten für verschiedene Fächer erörtert, die sich aus den bisherigen Überlegungen zum Konzept der Intersektionalität ergeben. Der Aufsatz schließt mit einer Zusammenfassung aller Beiträge dieses Sammelbands.
Open Access Buch
Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel
(Brill, 2026) Hügel, Karin
Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel (Studies on Queer Readings of the Hebrew Bible) deals with non-normative sexualities in the Hebrew Bible and related Jewish and Christian exegetical writings. The book presents queer readings of these sources which are developed within the framework of intertextuality. Apart from Hebrew Bible passages and rabbinic sayings that build upon them, European works of art from the Renaissance, the Baroque, and the 19th century addressing pederasty, effeminate men or sexually ambivalent figures are discussed. These works confirm that quasi-queer interpretations were already extant prior to contemporary scholarly biblical interpretations.
Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel befasst sich mit nicht normativen Sexualitäten in der Hebräischen Bibel und damit verbundenen jüdischen und christlichen exegetischen Schriften. Das Buch präsentiert queere Lesarten dieser Quellen, welche im Rahmen von Intertextualität entwickelt werden. Neben Textpassagen der Hebräischen Bibel und rabbinischen Aussagen im Anschluss an sie werden europäische Kunstwerke der Renaissance, des Barocks und des 19. Jahrhunderts besprochen, welche Knabenliebe, effeminierte Männer oder sexuell ambivalente Figuren thematisieren. Diese Werke bestätigen, dass es quasi queere Interpretationen bereits vor den heutigen wissenschaftlichen Bibelauslegungen gab.
Open Access Buch
Geschlecht und Krankheit in der Kunst
(transcript, 2026) Johnen, Johanna
Wie wird Krankheit im Bild inszeniert und was sagt das über Geschlecht aus? Anhand der Darstellungen von Syphilis, Tuberkulose und Gicht analysiert Johanna Johnen geschlechtsspezifische Zuschreibungen in der Kunst. Krankheit ist nicht nur medizinisch, sondern auch gesellschaftlich codiert: als Zeichen dämonisierter Weiblichkeit, als Sinnbild für domestizierte Reinheit der weiblichen Oberschicht oder als ambivalenter Ausdruck männlicher Dekadenz. So offenbaren sich komplexe Verflechtungen von Geschlecht, Klasse und Rassifizierung in der Ikonografie der Krankheitsdarstellungen – ein kritischer Blick auf historische Bildwelten und ihre machtvollen Zuschreibungen.
Open Access Working Paper
Race to the Top: Masculinity, Sociosexual Hierarchy, and the Lives of Gay, Bisexual, Queer (GBQ+) Community in Singapore
(2025-09-20) Chong et al., Shao Yuan
Sexuelle Orientierung und geschlechtsspezifische Normen sind eng miteinander verwoben und werden von kulturellen, sozialen und politischen Strukturen beeinflusst. Diese prägen die soziosexuellen Hierarchien, die der Einzelne auf der Grundlage seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität von klein auf erfährt, und wirken sich auf die Ergebnisse des Einzelnen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten aus. Singapur stellt einen einzigartigen Fall dar, in dem euroamerikanische Ansätze mit seinen asiatischen kulturellen Wurzeln zusammenfließen. Ausgehend von dem Singapurer Fall adressiert diese Studie die bestehende Lücke im Verständnis darüber, wie soziosexuelle Hierarchien die Erfahrungen von schwulen, bisexuellen und queeren (GBQ+) Männern beeinflussen. In dieser umfassenden Studie über die gelebten Erfahrungen von GBQ+-Männern in Singapur, wurden die Interviews von neun Personen systematisch analysiert, um zu verstehen, wie die soziosexuelle Hierarchie in Singapur eschlechtsspezifische Normen beeinflusst und sich auf ihr Leben auswirkt. Ausgehend von der Theorie der prekären Männlichkeit deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Männer aus dem gesamten Spektrum der sexuellen Orientierung GBQ+-Männer mit dem Ziel schikanieren, in der soziosexuellen Hierarchie aufzusteigen. Internalisierten Männlichkeitserwartungen führen bei GBQ+ Männern zu Scham und Selbstkontrolle, was sich auf ihre psychische Gesundheit auswirkt. Über die Selbstkontrolle hinaus betreiben GBQ+ Männer auch Community Policing, um andere GBQ+ Männer zu bestrafen, die die Männlichkeitsstandards nicht erfüllen. Trotz der Stigmatisierung widersetzten sich einige GBQ+ Community-Mitglieder der soziosexuellen Hierarchie, um ihr authentisches Selbst zu leben, was ihnen ein Gefühl der Authentizität vermittelte.
Open Access Zeitschriftenartikel
