Intersektionalität als Paradigma einer neuen mediävistischen Didaktik

Loading...
Thumbnail Image

Date

Publication Type

Collection Title

Intersektionalität interdisziplinär. Bestandsaufnahme aus Bildung und Wissenschaft

Journal Title

Volume

6

Issue

Page Information

83-98

ISBN

978-3-910591-50-9

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

Universitätsverlag Kiel | Kiel University Publishing

Place of Publication

Kiel

Institution

Abstract

Die mediävistische Geschichtsdidaktik steht vor der Herausforderung, historische Alteritäten und Kontinuitäten angemessen zu vermitteln, ohne dabei in essentialistische oder teleologische Narrative zu verfallen. Insbesondere die Intersektionalitätsforschung bietet hier ein vielversprechendes heuristisches Instrumentarium, um komplexe Differenzverhältnisse zwischen Mittelalter und Gegenwart kritisch zu reflektieren. Dieser Beitrag diskutiert das Potenzial des Intersektionalitätskonzepts für die mediävistische Forschung und die geschichtsdidaktische Praxis und fragt, inwiefern sich Differenzkategorien wie Race, Class und Gender produktiv auf mittelalterliche Gesellschaften anwenden lassen, ohne anachronistische Verzerrungen zu erzeugen. Dabei wird argumentiert, dass eine intersektionale Perspektive nicht nur zur Dekonstruktion monolithischer Mittelalterbilder beitragen kann, sondern auch Schüler:innen eine kritische Reflexion über gegenwärtige soziale Machtstrukturen ermöglicht. Schließlich wird die Notwendigkeit einer didaktischen Entgrenzung betont, die historische Differenz als dynamisches, diskursiv konstruiertes Phänomen sichtbar macht. Die Reflexion über die epistemischen Grenzen der eigenen Forschung und Lehre wird hierbei als integraler Bestandteil einer verantwortungsvollen machtkritischen Geschichtsdidaktik begriffen, die sich ihrer eigenen disziplinären Verantwortung bewusst ist.

Description

Citation

Language

ger

Endorsement

Review

Supplemented By

Referenced By