Was der Gender Care Gap über Geld, Gerechtigkeit und die Gesellschaft aussagt.
Einflussfaktoren auf den Gender Care Gap und Instrumente für seine Reduzierung
Loading...
Date
Publication Type
Editor
Collection Title
Journal Title
Volume
Issue
Page Information
ISBN
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Place of Publication
Berlin
Institution
Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. / Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Abstract
Das Projekt Gender Care Gap setzt sich mit der Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern in Deutschland und Europa auseinander und schließt damit an die Ergebnisse des Zweiten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung an.
Eine Möglichkeit, die Verteilung unbezahlter Sorgearbeit in einem Indikator darzustellen, ist der Gender Care Gap. Er wurde im Auftrag der Sachverständigenkommission des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung erstmals aus den Daten der Zeitverwendungserhebung 2012/13 errechnet und betrug 52,4 Prozent.
Das heißt, Frauen leisteten 52,4 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer – also zum Beispiel Einkaufen, Familienmanagement, Gartenarbeit, Kinderbetreuung, Kochen, Pflege, Putzen, Reparieren und Waschen. Das entsprach 89 Minuten täglich.
Mit der Zeitverwendungserhebung 2022/23 reduzierte sich der Gender Care Gap auf 43,8 Prozent, was täglich 77 Minuten mehr Sorgearbeit durch Frauen entspricht.
Vor diesem Hintergrund zielte das Projekt darauf ab, das Thema unbezahlte Sorgearbeit über den Gender Care Gap weiterzuentwickeln. Hierfür wurden gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) die Ursachen des Gender Care Gap in Deutschland erforscht und Zusammenhänge mit dem Gender Pay Gap und dem Gender Pension Gap aufgedeckt. Darauf aufbauend wurden politische Handlungsempfehlungen, zum Beispiel aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht, im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verringerung des Gender Care Gap identifiziert.
Description
Keywords
Citation
Language
ger
