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dc.rights.licensehttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode.denone
dc.contributor.authorBoll, Christina
dc.date.accessioned2019-07-11T12:24:53Z
dc.date.available2019-07-11T12:24:53Z
dc.date.issued2017
dc.identifier.urihttps://www.genderopen.de/25595/1368
dc.description.abstractIm Jahr 2014 lebten rund 20,4 Millionen Paare in Deutschland, darunter waren rund 17,5 Millionen Ehen und rund 2,9 Millionen Lebensgemeinschaften. Von den Paaren waren etwa 11,69 Millionen Paare kinderlos. Unter den Ehen stellen kinderlose Paare mit etwa 9,7 Millionen gut die Hälfte der Paare, unter Lebensgemeinschaften dominierten sie mit rund 2,0 Millionen Paaren (Statistisches Bundesamt 2016). Die in Paaren getroffenen Entscheidungen stellen die Grundlage für das Handeln von Haushalten bzw. Familien als Akteure in Marktprozessen sowie als Analyseeinheit wohlfahrtsstaatlicher Programme dar. Entscheidungen zur Zeitverwendung bilden dabei einen Schwerpunkt. Über die Entscheidungen zu arbeitsteiligen Prozessen im Haushalt wird nicht nur die aktuelle Wohlfahrtsposition der Partnerinnen und Partner, sondern auch Entwicklungschancen für individuelles soziales Kapital und sowie Humankapital bestimmt. Es ist daher nicht überraschend, dass die Arbeitsteilung in Paaren ein vielbeforschtes Feld der Sozialwissenschaften ist. Diese Expertise hat zum Ziel, einen Überblick über die Theorien, Wirkungsmechanismen und Einflussfaktoren der Arbeitsteilung im Paar zu geben. Sie dient explizit nicht dem Ziel, den Forschungsstand zu den Einflussfaktoren arbeitsteiliger Prozesse in Haushalten zu reproduzieren oder auch nur zusammenzufassen. Dies wäre im gegebenen Expertise-Rahmen vermessen. Vielmehr will die Studie Anwenderinnen und Anwendern einen Überblick und insbesondere ein Verständnis von der Systematik der wesentlichen Wirkungsmechanismen zur Arbeitsteilung und potenziellen Einflussfaktoren verschaffen, wie sie in den einschlägigen Theorien zur Arbeitsteilung im Paar unterstellt werden. Dies geschieht mittels eines Wirkungsschemas, das den Kern der Expertise bildet. Soweit möglich und dem Verständnis dienend, wird empirische Evidenz ergänzt, die empirischen Befunde haben aber einen exemplarischen Charakter. Die Evidenz zielt vorrangig auf den Umfang der arbeitsteilig ausgeübten Tätigkeiten ab, enthält jedoch auch einige Befunde zum Timing, d.h. zur zeitlichen Koordination der Tätigkeiten im Paar. Die Expertise fokussiert sowohl in den Theorien als auch in der Empirie auf arbeitsteilige Prozesse in gemischtgeschlechtlichen Paaren. Andere Gegenstandsbereiche partnerschaftlicher Aushandlungsprozesse, wie bspw. Fertilität oder Einkommensverwendung, werden nicht betrachtet. Auch die Wahl der Lebensform, die als solche die Zeitverwendung der Partnerinnen und Partner prägt, ist nicht Gegenstand der Analyse. Die Analyse zur Zeitverwendung in dieser Studie verzichtet vollkommen auf formale Darstellungen, was die Präzision und Vollständigkeit der getroffenen Aussagen zuweilen schmälert. Es werden auch keine Wohlfahrtsaussagen getroffen, mithin wird nicht analysiert, welchen Nutzen Partnerinnen und Partner aus bestimmten Zeitverwendungen ziehen. Um politische Maßnahmen evaluieren zu können, sind anspruchsvolle Daten und methodische Verfahren notwendig. Dies erklärt, warum die empirische Evidenz hierzu selbst im internationalen Raum beschränkt ist. Zum Zweck der Erkenntnis grundsätzlicher Wirkungszusammenhänge wird daher auch internationale Literatur eingebunden. Die Expertise ist wie folgt aufgebaut: In Kapitel 2 wird zunächst dargelegt, wie sich die Zeitverwendung im Paar derzeit in Deutschland darstellt. Die nachfolgenden Kapitel 3 und 4 orientieren sich an dem zu Beginn von Kapitel 3 vorgestellten Wirkungsschema. In Kapitel 3 werden theoretische Ansätze präsentiert, die die ökonomische und soziologische Literatur zur Arbeitsteilung im Paar maßgeblich prägen. Kapitel 4 liefert exemplarische empirische Evidenz für die wesentlichen Einflussfaktoren der individuellen Ebene und der Metaebene und ordnet die Faktoren anhand der in Kapitel 3 vorgestellten Theorien ein. Kapitel 5 zieht ein Fazit.none
dc.language.isogernone
dc.subjectArbeitsteilungnone
dc.subjectBeziehungnone
dc.subjectFamilienone
dc.subjectGeschlechterrollenone
dc.subjectHausarbeitnone
dc.subjectLebensgemeinschaftnone
dc.subjectZeitnone
dc.subject.ddc300 Sozialwissenschaftennone
dc.subject.otherPartnerschaftnone
dc.subject.otherPaarnone
dc.titleDie Arbeitsteilung im Paarnone
dc.typeworkingPaper
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.25595/1362
dc.type.versionpublishedVersionnone
dc.publisher.placeBerlinnone
local.publisher.universityorinstitutionInstitut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V., Geschäftsstelle Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierungnone
dc.title.subtitleTheorien, Wirkungszusammenhänge, Einflussfaktoren und exemplarische empirische Evidenznone
local.typeWorking Paper


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